Kunst ist Wirklichkeit der Phantasie – Beuys Kinderkunstakademie im Quax

Es ist ja nun schon eine liebe Tradition, dass es einmal im Jahr in den Ferien im Quax, Zentrum für Freizeit und kulturelle Bildung ein Projekt zum Thema bildende Kunst gibt.
Und immer ist der „Patron“ des Programms Joseph Beuys, dem der Trägerverein ECHO e.V. sich seit Anbeginn sehr verbunden fühlt. Für Joseph Beuys stand immer die Einheit von Kunst und Leben im Mittelpunkt. Seine Gedanken, Lebenseinstellung, politischen Ansichten, sein Kampf um bessere Lebensbedingungen und gegen die Zerstörung der Natur, all das versuchte er in seinen Installationen umzusetzen.

Für das aktuelle Programm hatten sich die Veranstalter überlegt, die Angebote an Anlässen aus der Kunstgeschichte aufzuhängen. Und da es so viel Interessantes gab und man nicht würfeln wollte, wurden Jahrestage bekannter Künstler in 2016 zum Aufhänger…

17 Kinder nahmen an fünf Tagen teil, es wurde eine anregende und spannende Woche, welche in einer beeindruckenden „Werkschau“ endete und wieder einmal Picassos Theorie bewies: „Als Kind ist jeder ein Künstler. Die Schwierigkeit liegt darin, als Erwachsener einer zu bleiben…“.

Programm erster Tag:

Es begann mit einer kleinen experimentellen Zeichenschule u.a. mit spielerischer Einführung in die Raumdarstellung und führte dann anlässlich des 500sten Todestags von Hieronymus Bosch und des 80sten Geburtstags von Ali Mitgutsch zum Thema des Tages: Wimmelbilder satt… Ein großer Spaß für alle Beteiligten.

Programm zweiter Tag:

60ster Todestag von Emil Nolde und 100ster Todestag von Franz Marc waren uns Anlas genug zu einem kleinen Exkurs über Expressionismus (Blauen Reiter und Brücke), einer Farbexperimentierwerkstatt und zu Improvisationen der Kids über bekannte Themen… Mit ganz erstaunlichen Ergebnissen

Programm dritter Tag:

50ster Todestag und 130ster Geburtstag von Hans Arp und (natürlich ganz besonders wichtig!!) 30ster Todestag von Joseph Beuys – also Dada, Fluxus, Beuys und Objektkunst. Schon ziemlich schräg, was den Kids dazu einfiel….

Programm vierter Tag:

Anlass war der 30ste Todestag von Henry Moore:

Na klar und dann ging es um Plastiken…

Die Aufgabe: Ehrlichkeit dem Material gegenüber“ (eine Steinskulptur muss nach Moore dem Stein gleichen; sie aussehen zu lassen wie ein Wesen aus Fleisch und Blut, ist Taschenspielerei) und Spiel mit der räumlichen Wirkung. Das geht auch mit ganz kleinen Tonplastiken.

Der fünfte Tag gehörte dem Aufbau der Ausstellung und der Vernissage mit vielen interessierten Besuchern.

BeuysAkademieFeb2016_Quax_Echo_eV_01

Am Ende blieb nur eine Frage offen: Wann, wo und wie geht´s weiter?

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